USA vor Europa

Brexit-Sorgen haben die Oberhand gewonnen. Die Marktunsicherheit wird mindestens bis zur Abstimmung anhalten. Die relative Stärke der US-Märkte gegenüber Europa wird sich fortsetzen. Das ist in den vielen ungeklärten Problemen in der EU und nicht zuletzt in der Flüchtlingsfrage begründet. Nationale Tendenzen (es gibt sie auch in den USA) könnten letztendlich zu einem Auseinanderbrechen der EU/Eurozone führen. Terrorängste und geopolitische Risiken tun ihr übriges. Wir halten an unserer vorsichtigen Anlagepolitik fest, favorisieren defensive Investments, ein hohes Mass an Liquidität und Absicherungsintrumente.

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Abbauen

Das erste Quartal des Jahres verlief an den Aktienmärkten enttäuschend, besonders in Europa. Amerikanische und britische Aktien sowie die Emerging Markets zeigten entgegen der Markterwartung relative Stärke. Nach der Erholung der letzten Wochen erwarten wir im weiteren Jahresverlauf erneut eine signifikante Schwächephase. Eine Reduzierung der Aktienquote und den Einsatz von Absicherungsinstrumenten sowie eine defensive Ausrichtung der Aktienstrategie auf mittlere Sicht halten wir für sinnvoll. An den Anleihenmarkten sollte sich die Tendenz zu sicheren Anlagen wieder verfestigen.

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Qualitätsaktien

Die Aktienmärkte haben den Rückwärtsgang eingelegt. Die Unsicherheiten betreffend China und die Weltkonjunktur hat die US-Notenbank mit Ihrer zögerlichen Haltung verschärft. Das Desaster um VW mit Auswirkungen auf den gesamten Automobil- und Zuliefererbereich hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Mittlerweile befinden sich sämtliche bedeutenden Aktienindizes im negativen Terrain. Die Unsicherheiten dürften kurzfristig bestehen bleiben und es stehen uns womöglich neue Tiefs bevor. Wir bleiben vorsichtig positioniert und bevorzugen Qualitätsaktien aus defensiven Sektoren wie Basiskonsum, Gesundheit und Telekom. Mittelfristig gehen wir von steigenden Notierungen aus, die insbesondere von den gebeutelten Sektoren wie Industrie, Konsumgüter und Automobil getragen werden sollten.

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Europa

Mittelfristig sehen wir Europa, getrieben durch die expansive Politik der EZB, favorisiert, auch wenn die Bewertung einiger Titel (z.B. Beiersdorf, Henkel, Nestlè) und Sektoren (Konsumgüter, Nahrungsmittel & Getränke) bereits hohe Niveaus erreicht hat. Wir favorisieren Aktien aus der Gesundheitsbranche (Biotech), den Medien und der Industrie. Die Euroschwäche zum Dollar sollte sich fortsetzen. Kurzfristig erwarten wir jedoch eine Stabilisierung oder Gegenbewegung. Da das Zinsniveau im Euro mit Blick auf das Anleihenkaufprogramm der EZB tief bleiben wird, sehen wir nach wie vor interessante Alternativen in Unternehmensanleihen und High Yields.

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Kerntitel Novartis

In Europa haben wir die Jahreshöchst bereits hinter uns. Der US-Markt sollte sich weiterhin besser entwickeln, auch wenn aufgrund der hohen Bewertung (Shiller-KGV) und der bevorstehenden Zinswende mittelfristig Ungemach droht. Wir bevorzugen eine defensive Ausrichtung und haben die derzeit reduzierte Aktienquote zusätzlich gegen mögliche Turbulenzen abgesichert. Bei der Einzeltitelauswahl tun wir uns schwer, weil auch die zuletzt favorisierten defensiven Bereiche wie Nahrungsmittel und Gesundheit nicht mehr günstig sind und das Kurspotenzial ausgereizt zu sein scheint. Die Ausnahme bilden Novartis, denen positive Nachrichten zu einem Herzmedikament weiteren Aufschwung verliehen haben, sowie ausgewählte Aktien aus dem Biotech-Sektor, die jedoch kurzfristig nach den starken Avancen der letzten Wochen anfällig für eine Korrektur geworden sind.

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Sell in May?

Der volatile Verlauf deutet darauf hin, dass wir uns in der Endphase des Börsenzyklus seit 2009 befinden. Letztes Jahr basierte der Aufschwung überwiegend auf einer Höherbewertung der Aktien und nur zum kleineren Teil (USA) auf einer Gewinnsteigerung. In Europa blieben die Unternehmensgewinne unverändert. Wir erwarten keine erneute Bewertungsausweitung, da die meisten Märkte über dem langjährigen Mittel notieren. Wir gehen davon aus, dass die Aktienmärkte nach der derzeit laufenden Konsolidierung, ausgelöst durch die politischen Unsicherheiten in der Ukraine, zu einer letzten Aufwärtsbewegung ansetzen, die nochmals neue Höchst bringen sollte. Danach ist mit einer ausgeprägten Korrektur zu rechnen, die das Ende des nunmehr fünfjährigen Bullenmarktes einläuten sollte. Möglicherweise wird sich die Börsenweisheit ´Sell in May` dieses Jahr als richtig erweisen.

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Europa vorziehen

Die Märkte trotzen dem Machtpoker in den USA. Die Rolle rückwärts des US-Notenbankchefs im September, die möglicherweise auch als Folge der von seinen Aussagen im Mai ausgelösten Marktturbulenzen zu sehen ist, zeigt, dass das Entziehen der überschäumenden Liquidität ein viel grösseres Problem zu sein scheint als bisher suggeriert wurde. Die europäischen Börsen und der Euro profitieren von der leichten Konjunkturerholung und können sich gegenüber den USA und den Schwellenländern absetzen. Das dürfte sich in nächster Zukunft fortsetzen. Der Fokus liegt weiterhin auf konjunktursensitiven Titeln, während defensive Aktien zurückbleiben.

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Cash

Nach einer Berichtssaison, die in den Vereinigten Staaten im Rahmen der Erwartungen und in Europa bisher leicht enttäuschend verlaufen ist, haben die amerikanischen und die europäischen Aktienmärkte mittlerweile wieder Bewertungsniveaus erreicht, die dem langjährigen Durchschnitt entsprechen. Die Bewertungen der zyklischen Aktien und der Finanztitel sind wieder identisch mit dem Stand von vor der Finanzkrise und haben die Lücke zu den defensiven Titeln geschlossen. Aktien sind somit allgemein nicht mehr günstig. Nach den Kurssteigerungen der vergangenen Wochen ist daher – auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Drosselung der Liquiditätsschöpfung durch die amerikanische Notenbank – eine Konsolidierung an den Aktienmärkten wahrscheinlich. Aufgrund möglicher Turbulenzen auch an den Anleihenmärkten haben wir den Liquiditätsanteil sowohl zulasten der Aktien- als auch der Anleihenquote erhöht.

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Favoritenwechsel?

Besonders Aktien aus Gesundheit, Nahrungsmittel und Basiskonsumgüter sind nach deutlicher Outperformance massiv unter Druck gekommen. Auch wenn der Kursrückgang kurzfristig übertrieben erscheint, deutet sich hier möglicherweise ein Wechsel von den als sichere Häfen definierten defensiven Aktien hin zu konjunktursensiblen Titeln an. Industrie, Versicherungswerte und zyklischer Konsum könnten die Führung übernehmen. Gold hat seine Funktion als Krisenwährung verloren und spielt in unseren Anlageüberlegungen derzeit keine Rolle mehr. Wir erwarten, dass die Stärke des Euros zu Ende geht und sich besonders der Dollar mit den USA als Konjunkturlokomotive festigen sollte.

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Aktien global

Die Aktienmärkte sind nach dem positiven Jahresauftakt in eine Konsolidierungsphase übergegangen. Das gilt besonders für Europa. Möglicherweise haben Anleger hier schon das Beste des Jahres gesehen. Wir haben die Aktienquote leicht reduziert und favorisieren nach wie vor Titel aus den Bereichen Gesundheit, Nahrungsmittel und Konsumgüter, die bereits in den ersten drei Monaten eine deutliche Outperformance gezeigt haben. Für den US- und den japanischen Markt (währungsgesichert) rechnen wir weiter mit relativer Stärke zu den übrigen Märkten. Die expansive Geldpolitik der Bank von Japan mit der durchaus gewünschten Yenschwäche dürfte Japan weiter beflügeln und der europäischen Exportindustrie, besonders der deutschen, zunehmend zusetzen. In unserem Basisportfolio haben wir Anheuser-Busch und Nestlè gegen Heineken und Novartis getauscht.

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